Angepinnt Über den Umgang mit GEMA-pflichtiger Musik

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Über den Umgang mit GEMA-pflichtiger Musik

      Abgeteilt aus "Offener Brief.......!

      Ihr sagt es fragen jedes Mal wieder Leute wie das mit der GEMA ist, zu was die gut ist, was ich jetzt darf usw.

      Auch ich hab in meiner Zeit hier auf dem Forum zig Posts gesehen wo jedesmal die gleiche Frage gestellt wird.

      Wie wäre es denn einfach mal einen Thread zu closen und sticky zu machen in dem alle Fragen geklärt werden??? Nämlich auch auf ganz simple Weise:


      1. Lasst am besten die Finger von GEMApflichtiger Musik

      2. Wenn ihr ein Stück benutzen wollt und ihr nicht wisst was es ist oder wo es herkommt, ruft bei der GEMA an und fragt ob der Song gemeldet ist. Dann ruft den Komponisten an und fragt ob es okay geht, das ihr den Song nutzen dürft.

      3. Falls der Song NICHT bei der GEMA gemeldet ist und der Komponist sein Einverständnis gegeben hat, lasst Euch am besten von BEIDEN (GEMA und Komponist) eine kurzen Bestätigung schicken.

      Genau, richtig gehört, die GEMA soll Euch kurz einen Schrieb schreiben, das Song XXX von Komponist YYY NICHT bei der GEMA registriert ist.
      Mit dem Komponist solltet ihr sowieso was schriftlich festmachen. Ein nettes - falls was bei rumkommt, kriegt er auch ein paar Kröten - ist netter als, suche kostenlosen Mukker. Bei der GEMA sollte die telefonische Bestätigung aber auch reichen.

      4. All die vorherigen Punkte sind eh nur relevant wenn der Film an die Öffentlichkeit belangt. Solange die Musik privat benutzt wird und mal 2-3 Kumpels gezeigt wird ist das doch jedem Wurscht. Ich rede hier also nur von kleinen Kinos, Wettbewerben, Internet usw.

      Danke! :)
    • Du musst aber auch bedenken, dass nicht jeder Moderator ein Crack in jedem Gebiet ist. Ich kann dir das Ohr ablabern, wenn es um Urheberrechte etc. geht, denn da habe ich selbst schon mal prozessiert und jemand anders kann dir ein Buch über ein anderes Thema schreiben.

      Mit der Aussage "der ist Moderator, der muss es wissen." ist es mMn nicht getan. Keiner kann von einem Moderator erwarten, dass er über ALLES Bescheid weiß. Vor allem nicht in einem Forum in dem es um VFX, SFX, Kamera, Filmtechnik, Hardware, Software, Musik etc. geht. Vielleicht wäre es nicht schlecht, wenn ein erfahrener Komponist (und damit meine ich Leute die schon länger in dem Beruf arbeiten, nicht die 15 jährigen Newcomer) sich als Moderator NUR um das Musikforum kümmern würde.

      Aber prinzipiell auf den Mods rumreiten ist etwas zu einfach, denn wie gesagt, man kann nichts alles wissen. Gut, dass dadurch Fehler entstehen ist nicht Sinn der Sache, das ist ganz logisch. Man kann aber eben auch die Schiene fahren und alle GEMA Threads prinzipiell schließen. Aber ich glaube am besten wäre, wenn man in den Musikbereich einen Thread mit einer "WICHTIG!" Meldung reinmacht, wo man die wichtigsten Infos rund um Musik und GEMA zusammenfasst. Nur:

      WER KÜMMERT SICH UM DEN INHALT DIESES THREADS???

      Bewerbungen dürfen jetzt abgegeben werden ;)

      Lasst es rocken,
      SirSpencer
      Die wöchentlich Weisheit des Sir: Gute Filme gibts bei mir ;-).
      Achtet die Weisheiten des Sir und euer Leben wird schöner!!!

      Und natürlich neues Filmprojekt im Auge behalten:

      London liegt am Nordpol
    • @ Waywyn
      Rein rechtlich und moralisch betrachtet, hast Du vollkommen recht. Allerdings schrammen Deine Tipps an der Realität vorbei.

      Ich habe mich hier in Österreich auch schon mit der AKM auseinandergesetzt und es ist sehr aufwendig, bis man überhaupt an den Komponisten rankommt. Zudem genügt ein OK vom Komponisten alleine nicht, die Gebühren an die AKM sind auf jeden Fall abzuliefern. Und die sind bei einer Veröffentlichung im Internet recht hoch. Zu 90% befinden sich aber in diesem Forum Jungendliche, die gerademal das Geld für eine 300 EURO Kamera zusammenkratzen können. Alleine schon am Geldmangel also wird es scheitern. Ich glaube auch nicht, daß daraus eine Gefahr für später entsteht, wenn ein Jungregisseur hier mal wirklich professionell wird - denn dann spätestens wird er sich wie zB SirSpencer sowieso mit den Realitäten der Rechteverwertung auseinandersetzen MÜSSEN.

      Wenn Du also einen Haufen Nachwuchskomponisten kennst, die für einen Nachwuchsfilm komponieren wollen, dann könntest Du doch hier die entsprechenden Links veröffentlichen und helfen, den Kontakt herzustellen.

      Wir haben für unseren Film JENSEITS einen Komponisten verpflichtet, jede Menge Geld für Tonstudio, Orchester und Chor ausgegeben - aber ich bezweifle, daß diese Summe hier im Forum auch nur 1% der User ausgeben könnten. Dafür wird unser Film ja auch regulär im Kino gespielt und die Filme der meisten anderen hier nicht. Und sobald dies der Fall ist, führt kein Weg an legaler Musik vorbei.
      Robert Niessner - Produktionsleitung / Licht / Postproduktion
      LOOM - 8020 Graz - Austria
      JENSEITS Doppel-DVD jetzt bestellen - Soundtrack bestellen
      Aktuelles Projekt "Tartarus"
    • Hey und nochmal danke für Eure Antworten.

      @SirSpencer:
      ich habe nie gesagt das ein Moderator alles wissen soll. Aber er soll bitte nicht den Fehler machen und wie schon oben öfters erwähnt solch wichtige Sachen verharmlosen. (In Bezug eben auf, "passiert schon nix").

      Das meinte ich mit Verantwortung.

      Habt ihr als Moderatoren von einem solch grossen Forum nicht so etwas wie einen Ruf zu verlieren?, ... wenn Moderatoren sich hinstellen und sagen, das ja alles so undurchsichtig ist, ... am besten einfach mal machen, es wird schon nicht auffallen "uns passiert sowas nicht".

      Im schlimmsten Fall immer noch sagen, das man eben keine Ahnung hat, basta. Wenn Du den Leuten sagst sie sollen bei der GEMA anrufen oder einfach nur sagen, das es dicke Probleme geben könnte, ist die Sache doch auch abgetan oder?

      Deswegen hab ich ja auch in meinem letzten Post ne radikale Zusammenfassung gegen.

      Ich will mich hier nicht wichtig tun, aber einfach ganz brutal darauf hinweisen, das man sich um GEMA Musik überhaupt keine Gedanken machen müsste, da es genug Musiker sind, die dort NICHT sind.

      Ich arbeite bei einem der erfolgreichsten Sounddesign und Komponisten-Teams in Deutschland für Videospiele (Spellforce 1+2, DarkStar One etc.).
      Wir könnten es uns garnicht leisten in der GEMA zu sein, da wir sonst garkeine Jobs in der Spieleindustrie bekommen würden.
      Wir werden bezahlt, treten unsere Rechte ab, oder verkaufen eben auch nicht-exclusive Tracks. Das ganze kann so dermassen einfach sein!

      Was hab ich denn z.B. davon wenn ich in der GEMA bin und einem Hobbyfilmemacher das Geld aus der Tasche ziehe??
      Die GEMA z.B. hat einfach das simple Problem das sie dem Komponist keinen Freiraum gönnt. Einmal GEMA immer GEMA. In ausländischen "GEMA's" sieht das anders aus. Da kann der Künstler bestimmen was er einbringt oder nicht.

      Warum sollte man denn den Nachwuchskomponisten also nicht auch mal ne Chance auf Erfolg geben. Mal das Sprichwort etwas umdrehen, aber in diesem Fall sollte sich "gleich und gleich gerne gesellen" :)


      @freezer:
      Ich glaube auch nicht, daß daraus eine Gefahr für später entsteht, wenn ein Jungregisseur hier mal wirklich professionell wird - denn dann spätestens wird er sich wie zB SirSpencer sowieso mit den Realitäten der Rechteverwertung auseinandersetzen MÜSSEN.


      ... werden sie aber evtl. nach einem solchen Post wie Jumperman ihn gebracht hat vielleicht nicht tun. Bei ihm hats ja auch immer geklappt - das Problem an sich wurde verharmlost. Das war meine ganze Absicht warum ich den Thread offen geschrieben habe und nicht einfach nur ne "Was fällt Dir denn ein"-PM an Jumperman selbst.

      Wenn Du also einen Haufen Nachwuchskomponisten kennst, die für einen Nachwuchsfilm komponieren wollen, dann könntest Du doch hier die entsprechenden Links veröffentlichen und helfen, den Kontakt herzustellen.


      Nur allzu gerne:

      1. Gibt es hier ja im Forum selbst ne ganz rege Musikerabteilung. Es sind ja auch schon ein paar Leute hier, die mal gerne den ein oder anderen Film vertonen würden :)

      2. Nochmal ein bisschen Eigenwerbung:
      Mich kann jeder Anschreiben der Tracks für nen Film sucht. Wie schon oben ein paar mal erwähnt, gibt es Tracks die wir nicht-exclusiv verkaufen. Um das nochmal zu erklären, diese können gegen etwas Entgelt genutzt werden, dürfen aber von uns in anderen Projekten weiterverkauft werden. Bei Bedarf also einfach anpm'en

      3. hier noch ein paar hilfreiche Links: Bitte eine Sache beachten. Teilweise sitzen dort sehr "hohe" Tiere, teilweise aber auch Anfänger. Es wäre auf jeden Fall nett nicht einfach nen Post zu machen "suche kostenlosen Musikant für einen Nur-mal-ebenso-Film" ;). Ein bisschen beschreiben, evtl. auch einfach privat antickern und die Leute positiv überzeugen - da geht dann schon sehr sehr viel. Vielleicht angelt man sich auch überraschend nen richtigen Profi :)
      Ausserdem handelt es sich bei den meisten Links um interationale Foren, aber das sollte wohl kein Problem sein, falls jemand in der heutigen Zeit mal Profi-Filemmacher werden will.

      vi-control.net/forum/index.php
      northernsounds.com/forum
      ctgmusic.com/forum.php
      audiostreet.net
      soundsonline-forums.com/index.php
      kvraudio.com/forum/

      Viel Spass beim Kennenlernen!!! :)
    • Ich habe die wichtigsten Beiträge aus dem "Offenen Brief"-Thread mal abgeteilt und wieder angepinnt. So sollte es wieder übersichtlicher sein.
      Ich close hier mal. Falls es noch fundamentale Anmerkungen geben sollte, mache ich gerne wieder auf.
      @Waywyn: Ich denke, Du hast es ziemlich auf den Punkt gebracht, ein extra Thread sollte sich erübrigt haben, oder?

      Theo
    • Ich kann diesem Beitrag nicht zustimmen. Ich bin selbst angeschlossenes GEMA Mitglied und ich möchte nun alle Unwissenden eines Besseren belehren.
      Richtig ist, dass es GEMA Verträge zwischen der GEMA und dem Komponisten gibt und man der GEMA alle Tantiemeintreibungen überlässt.

      Neuere Verträge (den ich auch besitze) haben einen Punkt i (1), der besagt, dass man speziell bei Filmmusiken die Tantiemeintreibungen der GEMA untersagt. In eigenen Worten heißt das: "Ich komponiere ein Musikstück für das Radio oder für ein Konzert, dann darf die GEMA Gelder eintreiben. Schreibe ich Musik für ein Film oder eine Werbung, darf die GEMA keine Gelder eintreiben.

      Warum gibt es diesen Vertrag? Um auch noch im nächsten Film vom Regisseur genommen zu werden, ohne, dass er Angst haben muss ein paar GEMA Gebühren abzudrücken.

      Ich empfehle jedem Regisseur den jeweiligen Filmkomponisten zu fragen welchen Vertrag er besitzt (zur Not den GEMA Vertrag Punkt i (1) sich vom Komponisten vorlesen lassen) und dann ist das alles okay.

      Ich möchte gewiss keine heiße Diskussion hier beginnen, aber Dinge die hier falsch stehen müssen berichtigt werden.

      Gruß aus Berlin
    • Lieber Andreas,

      danke für diesen Hinweis. Kann es sein, daß diese Regelung noch nicht allzulange existiert? Denn in meinen Fachbüchern konnte ich dazu keine Stellen finden, als das bereits hier vor Deinem Post besprochene.

      Zudem bleibt es in Österreich bei dem von mir beschriebenen Standpunkt. Ich mußte für unsere DVD extra Abgaben an die AUME bezahlen, diese richten sich nach der Anzahl der Minuten kostenpflichtiger Musik, Auflage und Verkaufspreis. Und das, obwohl wir ausschließlich für unseren Film gefertigte Musik verwenden. Wären es Fremdwerke, dann würde das noch viel teurer werden.

      Lt. AUME Auskunft gibt es für den angemeldeten Musiker in Österreich keine Möglichkeit, auf die Tantiemeneintreibung zu verzichten - was sich gerade bei Filmen mit Niedrigbudget katastrophal auswirken kann.
      Robert Niessner - Produktionsleitung / Licht / Postproduktion
      LOOM - 8020 Graz - Austria
      JENSEITS Doppel-DVD jetzt bestellen - Soundtrack bestellen
      Aktuelles Projekt "Tartarus"
    • Die alte Krux mit der Gema & Co...

      Als Low-Budget-Produzent müsste man mit dem Komponisten vorher klären, ob er gemeldet ist oder nicht. Und anfragen, wie er die GEMA Gebühren handzuhaben gedenkt. Da der Komponist die bei der Pressung eingesammelten Gelder wieder ausgeschüttet bekommt, könnte man ja zB vereinbaren, daß der Komponist das Geld dem Produzenten wieder gibt, sobald er es über die GEMA erhalten hat... ansonsten bekäme er ja sozusagen zweimal Gage...

      Genau deswegen sind wir als Band NICHT GEMA Mitglied. Da muß man sogar für seine eigene Musik erstmal Geld zahlen :roll:
      Erst wenn die letzte LAN-Party verboten, der letzte Server heruntergefahren, der letzte Rechner zerstört und das letzte Gewaltspiel indiziert wurde, werdet Ihr erkennen, daß man seine Kinder doch erziehen muß...
    • Carsten, das größere Problem für mich ist, daß wir bspw. für die JENSEITS Soundtrack CD AUME Gebühren für die Gesamtauflage im Voraus zahlen müssen, egal wieviel Stück wir dann verkaufen können. Und die Gebühr macht da schon mal 25% der Herstellungskosten aus.
      D.h. wir tragen das Risiko, die AUME kassiert davon unabhängig.
      Kein sehr faires Modell, wie ich finde.
      Robert Niessner - Produktionsleitung / Licht / Postproduktion
      LOOM - 8020 Graz - Austria
      JENSEITS Doppel-DVD jetzt bestellen - Soundtrack bestellen
      Aktuelles Projekt "Tartarus"
    • Ich nehme an die AUME ist das österreichische GEMA-Gegenstück? Ja das ist so Praxis. Pro gepresster CD etwa 50cent bis 1 Euro, stimmts?
      Ich sag ja: tolles Modell... perfekt für große Fische, der Tod für die Kleinen.
      Und wie gesagt: Der gemeldete Komponist der Musik bekommt das Geld das DU bei der Pressung im Vorraus bezahlen muß und pro CD über seine Abrechnung wieder ausgeschüttet... oder zumindest den größten Teil davon (ein Prozentsatz versickert im Verwaltungsapparat plus den Taschen der E-Musik) :((

      Drum sage ich ja: Das muß man mit der Person im Vorraus klären, und dir wieder zurückholen. Oder gleich vom Komponisten löhnen lassen :D

      Du mußt als gemeldete Band ja sogar für Downloads deiner eigenen Musik von der eigenen Homepage Geld bezahlen, die du dann zT wieder über die Rechnung zurückbekommst... eine Art Mahnung hatten wir als band schon erhalten.. zum Glück sind wir NICHT Mitglied.
      Erst wenn die letzte LAN-Party verboten, der letzte Server heruntergefahren, der letzte Rechner zerstört und das letzte Gewaltspiel indiziert wurde, werdet Ihr erkennen, daß man seine Kinder doch erziehen muß...
    • Wie sieht es in dem Zusammenhang mir alten schwaz/weiß Streigen aus. Habe mal gehört die Rechte würden irgendwann erlöschen.

      Im Konkreten Fall: Wenn ich Ausschnitte eines Gefechts (Indianer/ Cowboys) aus einem alten schwarz/ weiß Film nehmen will, ist das erlaubt?
      Das gleiche gilt für Orginalaufnahmen (schwaz/weiß) vom Ersten Weltkrieg.

      Zur Musik kann ich nur sagen, das ich Bands aus dem unbekannteren Sektor angesprochen habe die ich teilweise kenne, oder zumindest aus meiner Szene stammen. Damit hatte ich bisher keine Probleme, hilft hier aber auch nicht weiter...
      [Blockierte Grafik: http://img217.imageshack.us/img217/2091/bannerbraveheartfilmsd4.jpg]
      Mc Gyver: Verflucht, wird wohl nichts mit dem Nobelpreis...
    • Wie versprochen hier die Zeilen aus meinem GEMA Vertrag:

      §1 i) (1)

      Die Rechte zur Benutzung eines Werkes (mit oder ohne Text) zur Herstellung von Filmwerken oder jeder anderen Art von Aufnahmen auf Bildtonträger sowie jeder anderen Verbindung von Werken der Tonkunst (mit oder ohne Text) mit Werken anderer Gattungen auf Multimedia- und andere Datenträger oder in Datenbanken, Dokumentationssystemen oder in Speichern ähnlicher Art, u.a. mit der Möglichkeit interaktiver Nutzung, mit der Maßgabe, daß GEMA und Berechtigter sich gegenseitig von allen bekanntwerdenden Fällen benachrichtigen. Der GEMA werden diese Rechte unter einer auflösenden Bedingung übertragen.

      Die Bedingung tritt ein, wenn der Berechtigte der GEMA schriftlich mitteilt, daß er die Rechte im eigenen Namen wahrnehmen möchte. Diese Mitteilung muß innerhalb einer Frist von vier Wochen erfolgen; bei subverlegten Werken beträgt die Frist drei Monate. Die Frist wird von dem Zeitpunkt an berechnet, zu dem der Berechtigte im Einzelfall Kenntnis erlangt hat. In der Mitteilung des Berechtigten an die GEMA über einen ihm selbst bekanntgewordenen Einzelfall muß die Erklärung enthalten sein, ob er die Rechte im eigenen Namen wahrnehmen möchte. Der Rückfall tritt nur ein, soweit es sich um die Benutzung zur Herstellung eines bestimmten Filmwerkes oder sonstigen Bildtonträgers oder Multimedia- oder anderen Datenträgers oder die Verbindung mit Werken anderer Gattungen in einer bestimmten Datenbank, einem bestimmten Dokumentationssystem oder einem bestimmten Speicher ähnlicher Art handelt. Bei Filmwerken schließt der Rückfall das Recht zur Vervielfältigung und Verbreitung ein, soweit es sich um Werke handelt, die zur öffentlichen Vorführung in Lichtspieltheatern oder zur Sendung bestimmt sind. Bei sonstigen Aufnahmen auf Bildtonträger beschränkt sich der Rückfall auf die Befugnis, die Zustimmung zur Werkverbindung und zur Herstellung von 50 gesondert zu kennzeichnenden Vervielfältigungsstücken für Einführungszwecke zu erteilen. Unberührt bleiben die Rechte für Fernsehproduktionen im Sinne von Abs. (3).

      Dier Spunkt ist im veränderten GEMA Vertrag komplett herausgenommen und gilt nicht mehr. Also macht der Komponist seine eigenen Verträge aus.
    • "Andreas Lehmann" schrieb:

      Wie versprochen hier die Zeilen aus meinem GEMA Vertrag:

      §1 i) (1)

      Die Rechte zur Benutzung eines Werkes (mit oder ohne Text) zur Herstellung von Filmwerken oder jeder anderen Art von Aufnahmen auf Bildtonträger sowie jeder anderen Verbindung von Werken der Tonkunst (mit oder ohne Text) mit Werken anderer Gattungen auf Multimedia- und andere Datenträger oder in Datenbanken, Dokumentationssystemen oder in Speichern ähnlicher Art, u.a. mit der Möglichkeit interaktiver Nutzung, mit der Maßgabe, daß GEMA und Berechtigter sich gegenseitig von allen bekanntwerdenden Fällen benachrichtigen. Der GEMA werden diese Rechte unter einer auflösenden Bedingung übertragen.

      Die Bedingung tritt ein, wenn der Berechtigte der GEMA schriftlich mitteilt, daß er die Rechte im eigenen Namen wahrnehmen möchte. Diese Mitteilung muß innerhalb einer Frist von vier Wochen erfolgen; bei subverlegten Werken beträgt die Frist drei Monate. Die Frist wird von dem Zeitpunkt an berechnet, zu dem der Berechtigte im Einzelfall Kenntnis erlangt hat. In der Mitteilung des Berechtigten an die GEMA über einen ihm selbst bekanntgewordenen Einzelfall muß die Erklärung enthalten sein, ob er die Rechte im eigenen Namen wahrnehmen möchte. Der Rückfall tritt nur ein, soweit es sich um die Benutzung zur Herstellung eines bestimmten Filmwerkes oder sonstigen Bildtonträgers oder Multimedia- oder anderen Datenträgers oder die Verbindung mit Werken anderer Gattungen in einer bestimmten Datenbank, einem bestimmten Dokumentationssystem oder einem bestimmten Speicher ähnlicher Art handelt. Bei Filmwerken schließt der Rückfall das Recht zur Vervielfältigung und Verbreitung ein, soweit es sich um Werke handelt, die zur öffentlichen Vorführung in Lichtspieltheatern oder zur Sendung bestimmt sind. Bei sonstigen Aufnahmen auf Bildtonträger beschränkt sich der Rückfall auf die Befugnis, die Zustimmung zur Werkverbindung und zur Herstellung von 50 gesondert zu kennzeichnenden Vervielfältigungsstücken für Einführungszwecke zu erteilen. Unberührt bleiben die Rechte für Fernsehproduktionen im Sinne von Abs. (3).

      Dier Spunkt ist im veränderten GEMA Vertrag komplett herausgenommen und gilt nicht mehr. Also macht der Komponist seine eigenen Verträge aus.


      Möchte hierzu gerne noch etwas sagen :)
      Erstmal danke für die Zeilen, aber man sollte bedenken, dass es am Ende sowieso egal ist, denn die GEMA versucht einzutreiben wo es geht.

      Ein sehr sehr grosser Fakt ist es auch, dass verschiedene Firmen sobald sie nur HÖREN, dass du in der GEMA bist, dich sofort links liegen lassen.

      DU kannst soviel Verträge, Klauseln und Auszüge vorlegen wie du willst. Bei vielen Firmen wirst du einfach nicht landen.

      Glaub mir, wenn es so einfach wäre, bestimmte Projekte wahrzunehmen ohne die GEMA mit drinne zu haben, wären schon viel mehr Leute dort drinnen um eben z.B. Tantiemen für gesendete Filme, Werbung, TV Produktionen einzuheimsen und z.B. Computerspiele aussen vor zu lassen.

      Es funzt nicht. Die Gema hat unter sehr sehr vielen Firmen einen schlechten Ruf und Spieleentwickler werden sich auch künftig nicht auf GEMA Komponisten einlassen. Ruft mal diverse Seiten von deutschen Komponisten auf, dort steht fast ausschliesslich, dass die Musik GEMAFREI komponiert wird. Dies steht nicht da um evtl. was zu beweisen oder jmd zu ärgern, sondern diese Aussage ist für Spielekomponisten eigentlich lebenswichtig :)


      Nochmal gesagt, wenn hier jmd ausschliesslich von TV, Film oder Werbung lebt bzw Musikproduktion lebt, ist die GEMA Pflicht, weil das seine Haupteinnahmequelle ist .... aber was das Verwenden von Liedgut anderer Komponisten anbelangt, sollte sowas immer abgeklärt sein.
    • Gemafreie Musik oder gehen wir doch lieber Putzen

      Gema wird eigentlich immer von den Veranstaltern bezahlt. Jeder Sender, Kino, Club usw. zahlt jährlich einen Pauschalbetrag an die GEMA und es ist dem vollkommen egal, ob du mit Gemafreier Musik arbeitest oder nicht.

      Man bekommt für alle Dienstleistungen Geld. Wenn man Schuhe kauft, wird auch der Designer bezahlt. Wenn die Spülmaschine kaputt ist werden pro Stunde 65 EUR plus Anfahrt berechnet und bezahlt. So muss man halt auch für die Musik, welche man benutzt, um Geld zu verdienen, bezahlen. Ist doch ganz logisch.

      Gemafreie Musik, finde ich, ist eine Unverschämtheit. Genau so finde ich auch Lizenzfreie Fotos und alles, wo ein Künstler entwürdigt ist, eine Unverschämtheit.
      Diese Gesellschaften sorgen dafür, dass Künstler im Alter auch eine Rente bekommen und nicht unter den Brücken schlafen. Oder sollen wir alle die nicht mehr arbeiten können umbringen, wie es mal auch der Fall war. Diese Gesellschaften sorgen dafür, dass auch nicht kommerzielle Komponisten arbeiten können und unsere Kultur weiter bilden. Naaatürlich - man könnte ja auf die Kultur und Bildung verzichten. Ist das wirklich euere Meinung?

      In USA streiken die Drehbuchautoren und werden durch alle unterstützt.
      Deutsche Filmschaffende haben es aber geschafft sehr viele gute Komponisten nach drüben zu verjagen weil die Musik nicht mehr gewürdigt wird und jeder zweite Redakteur und Amateur denkt, ein bisschen mitmischen zu können. Deswegen klingt ja alles so wie es klingt. Kostet zwar nix – genau so klingt es auch.

      Ich glaube, es ist an der Zeit, dass sich Komponisten in Deutschland einigen und gegen die allgemeine Ausbeutung, besonderes von den Filmschaffenden, was unternehmen.

      Und wenn wir das nicht können, dann sollten wir alle gemeinsam Putzen gehen, denn dann haben wir auch nicht mehr verdient und sind auch nicht für was anderes geschaffen.
    • Naja, also der Beitrag hakt ja an einigen Details, troe...

      Es geht ja überhaupt gar nicht darum, jemanden auszunutzen und demjenigen nicht sein wohlverdientes Geld zu gönnen. Zumindest nicht im Now- bzw Low-Budget-Bereich. Es geht einfach nur um den Kosten-Nutzen-Vergleich.
      Es klingt ja so, als müssten sich Musiker nur bei der GEMA registrieren und schon würde das Geld, das auf den Bäumen wächst, automatisch fliessen.
      Dabei bedeutet eine nicht-GEMA-Musik doch nicht automatisch, dass der Musiker nichts dran verdient. Die Preise werden eben dann direkt mit dem Nutzer abgemacht und nicht über eine große, geldverschlingende Institution. Ohne GEMA bekommt derjenige das Geld, der es sich verdient hat. Und das auch in einem angemessenen Rahmen. Und mit GEMA? Da kann es sich einfach kaum jemand leisten. Also bleibt die Musik links liegen. Weils nicht anders geht. Die Kunst bleibt ungehört.

      Es kann ja auch irgendwie nicht sein, dass an einem Filmprojekt dutzende Künstler ihr Bestes geben und dann die Musiker die einzigen sind, die davon profitieren. Hey, andere Menschen wollen auch Leben. Schonmal daran gedacht?
      Ein Drehbuchautor erwartet ja auch nicht, sich einfach irgendwo anzumelden und dann automatisch Geld zu bekommen. Es ist ein harter Weg, bis man davon leben kann. Zuerst einmal muss man bekannt werden. Und seine Werke bekannt machen.

      Es ist ja auch ohne GEMA schon so, dass die wenigsten Musiker kostenlos arbeiten. Auch bei Low Budget Filmen wird meist ohne Murren Geld für die Musik bezahlt. Man gönnt es dem Musiker ja. Aber wieso ist es bei der Musik so eine selbstverständlichkeit? Weil der Musiker lange üben musste? Weil er viel Geld in seine Ausrüstung stecken musste? Das musste der VFX-Artist auch. Bei dem ist es aber nicht völlig selbstverständlich, dass er für seine Arbeit nen dicken Batzen Geld bekommt.

      Ich finde Musiker traurig, die nur allein auf Profit aus sind und bei jedem kleinen geklimpere gleich mit dem "man will ja davon leben können"-Argument kommen (das würden andere auch gern).
      Was hat denn das noch mit der Kunst zu tun? Ich gönne denen ja ihr Geld für gute Arbeit. Aber allen anderen Beteiligten an einem Film gönne ich es nicht weniger.

      Und genau da ist GEMA-freie Musik wesentlich gerechter. Da bekommt der Musiker den Teil des Kuchens, der ihm zusteht. Ich hoffe, dass mir hier auch einiger Musiker zustimmen können.
    • Ein kleiner Tipp von mir dazu:
      keine Gewähr für Richtigkeit
      Soweit ich weiß läuft in Österreich die Lizenz für ein Musikstück (also eig. die Noten) nach 70 Jahren ab, dh. fast die komplette Klassik ist GEMAfrei und da findet sich ziemlich taugliche Filmmusik, wenn man sich ein bisschen auskennt. Allerdings sind Aufführungen auch meistens geschützt, da laufen die Lizenzen nach 50 Jahren aus.
    • "newme" schrieb:

      Ein kleiner Tipp von mir dazu:
      keine Gewähr für Richtigkeit
      Soweit ich weiß läuft in Österreich die Lizenz für ein Musikstück (also eig. die Noten) nach 70 Jahren ab, dh. fast die komplette Klassik ist GEMAfrei und da findet sich ziemlich taugliche Filmmusik, wenn man sich ein bisschen auskennt. Allerdings sind Aufführungen auch meistens geschützt, da laufen die Lizenzen nach 50 Jahren aus.


      jap genau das selbe hab ich auch gehört. das is ja das geile in österreich :D
      [Blockierte Grafik: http://666kb.com/i/ccgu4wex03lrd6i7m.jpg]
      flakefx.com

      carpe noctem
    • Freut euch nicht zu früh. Wenn die Rechte bei einem Musikstück bei einem Label oder eine Produktionsfirma liegen, dann kanns egal sein, ob der Interpret/Komponist tot ist. Die Rechte liegen dann immernoch beim Unternehmen, was bei den meisten populären Musikstücken der Fall ist.

      Und auch bei Klassischer Musik, wenn der Komponist schon 100 oder 200 Jahre tot sein mag, kann man nicht einfach ein Lied von ner CD nehmen, denn die Aufnahme ist in den meisten Fällen garantiert keine 70 Jahre alt, sondern wurde in letzter Zeit wohl neu aufgenommen.

      Das schreibe ich bloß, damit manche das nicht falsch verstehen.