Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

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    • Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

      Hallo Leute,

      ich war am Mittwoch in der Vorpremiere vom neuen Indy-Streifen.
      Mich wundert es ein wenig, dass hier noch kein Indy-Thread eröffnet wurde, darum fange ich mal mit meiner Kritik an

      ---------------SPOILER SPOILER SPOILER--------------------

      Also ich als alter Indy-Fan habe mir in den letzten Wochen zur
      Vorbereitung alle drei Filme nochmal angeschaut und bin vor Vorfreude fast geplatzt.

      Da saß ich nun im Kino, und konnte kaum meine Beine stillhalten, so aufgeregt war ich.
      Als die Trailer endlich aufgehört haben, und der Film begann
      habe ich mir gedacht: geil, geil, geil!

      Die haben doch tatsächlich, wie in den drei alten Teilen auch,
      vom Paramount-Logo-Hügel auf einen echten Berg übergeblendet.
      Sofort kam Indiana Jones Feeling auf. Doch was ist DAS?!?!
      Das ist ja gar kein Berg, sondern der Bau eines Erdmännchens,
      und das war auch noch computeranimiert!!! Das kann doch nicht war sein.

      Das war der erste Schock, aber es sollte nicht der Letzte bleiben.
      Klar, wer die alten Teile kennt, der erwartet keinen realistischen Film,
      sondern pure Unterhaltung. Aber wenn Indy einen Atombombentest in einem
      Kühlschrank überlebt, der mehrere hundert Meter weit geschleudert wurde, und
      noch nicht einmal eine Schramme hat, dann muss man den Herren Spielberg und Lucas
      schon unterstellen, dass sie ein bisschen übertrieben haben.

      Aber der Höhepunkt (oder besser: der Tiefpunkt) sollte noch kommen.
      Die Verfolgungsjagd, die auch schon aus diversen Teasern und Trailern bekannt sein dürfte,
      ist viel zu lang, und ebenfalls viel zu
      übertrieben. Mutt (Indys Sohn) macht einen Spagat auf zwei Jeeps,
      während er mit Cate Blanchett fechtet, und ihm permanent
      kleine Bäume und Büsche ans Gehänge knallen. Der Höhepunkt ist aber noch nicht
      erreicht. Mutt schwingt sich doch tatsächlich wie einst Tarzan mit Hilfe einer
      Liane von Baum zu Baum und wird dabei von einer Horde computeranimierter Affen
      begleitet. Mit anderen Worten: Der Film ist total übertrieben und wirkt schon fast comichaft.
      Aber wie sagt man so schön: Am Ende knallt die Peitsche. Das dachten sich wohl
      auch George und Steven und ließen am Schluss doch tatsächlich ein Ufo aus den Trümmern
      eines alten Inka-Tempels steigen. Erich von Däniken wird sich freuen.
      Auch das Ende konnte man sich sparen: Indy und seine alte Bekannte aus Teil 1,
      Marion Ravenwood, heiraten , und die Szene in der Kirche bildet jetzt den wohl
      endgültigen Abschluss der Indy-Saga. Schade, da fand ich persönlich das Ende von Teil 3 passender.

      Das ist alles natürlich nur meine persönliche Meinung.
      Natürlich hat der Film auch seine guten Seiten. Alles in allem ist er zwar unterhaltsam
      und lustig anzuschauen, aber die Fans wird er wahrscheinlich eher enttäuschen. Ich habe ja die Vermutung,
      dass Spielberg und Lucas einen Abenteuerfilm für das Mainstream-Publikum gedreht haben,
      mit ein paar Anspielungen auf die alten Teile. Nicht mehr und nicht weniger.
      Man hätte sich stärker an den alten Teilen orientieren sollen, dann wäre er auf jedenfall,
      bestimmt nicht nur bei mir, besser angekommen. Aber ich werde ihn mir wohl
      dennoch mit etwas Abstand auf DVD, bzw. Blu-Ray zu Gemüte führen. Vielleicht ändert
      sich ja dadurch noch meine Meinung!

      ------SPOILER ENDE SPOILER ENDE SPOILER ENDE---------

      Und wie fandet ihr den Film?
      Teilt ihr meine Meinung, oder stehe ich alleine da :) ?

      Ich freue mich auf eure Antworten!

      Grüße
      mac
    • Ich habe den Film noch nicht gesehen bin aber ebenfalls riesen Fan von der Indi Reihe. Ich weiß noch wie ich damals überascht war wie gut der 3te Teil war als er raus kam. Das der 4te und wohl letzte Teil jetzt wieder durch übertrieben viel Computer Spielerei (Affen-Ufo usw.) und tutal unrealistischer Übertriebenheit glänzt ist echt traurig. Wieder eine Saga unwürdevoll beendet. Erinnert mich irgendwie an Starwars nur der aller letzte Teil hat mich überzeugt alle anderen neuen waren den Computerteufeln zum fraß vor geworfen wurden...
      Ist nur meine eigene Meinung aber man sollte bei vielen Sachen den PC ruhen lassen wenns nicht sein muss.
      Wiederstand 101 -
    • In einigen Medien wurde laut kritisiert, dass der Film einfach zu old school sei, dass das heute das Publikum nicht mehr vom Hocker reißt.

      Ich muss sagen, dass mich die Szenen, in denen der vierte Teil noch am nähesten an die alten Teile herankam, für mich die spannendsten waren. Leider wurden sie dann aber teilweise zu überfrachtet - und die Charaktere waren teilweise auch ziemlich lahm. Z.B. Marion Ravenwood - im ersten Teil hat sie noch Männer unter den Tisch gesoffen und Indy beim ersten Auftauchen eine mit der Faust verpasst. Und hier?! "Schatz!" Da war kein Indy-Charme (zuerst hassen sie ihn - und dann knistert's). Oder der Freund, der zum Verräter wurde - dann doch keiner ist - und dann erst recht einer. Zuviel halbgares Zeugs, zu überfrachtet - und eben nur in einigen Szenen kam der Charme wieder hervor. Davon hätte man mehr gebraucht.

      Aber es tat gut, den Archäologieprofessor mit der Peitsche wieder mal zu sehen.
    • Also ich habe mich auch sehr auf den Film gefreut und wurde doch schon sehr enttäuscht.
      Wobei es doch anfangs so vielversprechend los ging. Die Sache mit dem Erdmännchenhügel (fande ich eine schöne Idee) und beim Wagenrennen mit dem Convoy ("American Graffity" lässt grüßen) konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Auch der erste Auftritt von Indy (Schatten/Hut) und die ersten Actionszenen in der Lagerhalle finde ich sehr gelungen. Sogar die Fahrt mit dem Raketenantrieb finde ich noch im legalen Bereich.

      Aber dann...
      Eiine Atombombe überleben, weil man in einem Kühlschrank sitzt, das war mir dann endgültig zu viel. Danach schleppt die Handlung so vor sich hin. Immer wieder unterbrochen durch kleine Actionsequenzen bei der aber nie richtiges Abenteuer Feeling aufkommen will. Auch der eigentliche Bösewicht des Films Irina Spalko wird nie richtig in Szene gesetzt. Werden anfangs noch ihre hellseherischen Fähigkeiten angedeutet sind sie im weiteren Filmverlauf kein Thema mehr. Auch ihr Abgang kommt etwas zu lasch rüber.

      Die restlichen Schwachpunkte wurden bereits erwähnt: Shia LaBeouf der Tarzan imitiert sowie Aliens und Ufos die herumschwirren

      wirklich schade, das hätte was werden können
      ....und schon wieder dieser Typ ohne jegliche Bildung
    • Eiine Atombombe überleben, weil man in einem Kühlschrank sitzt, das war mir dann endgültig zu viel.


      Das hab ich mir auch gedacht zu erst, ich hab mir das aber dann so erklärt, dass Indy ja im 3. Teil aus dem heiligen Gral trinkt und so "unsterblich" wird, das wäre eine Erklärung, was das ganze wieder halbwegs glaubwürdig machen würde. Allerdings wird im Film erwähnt, dass Indys Vater gestorben sei, der ja auch vom heiligen Gral getrunken hat, somit scheidet diese Theorie doch wieder aus :D.

      Alles in allem fand ich den Film gut, aber die besagten Stellen waren wirklich ein bisschen zu viel.
      Am Ende dachte ich, George Lucas hatte noch was von Star Wars übrig und das haben sie dann mit der Indy-Story zusammengeschmissen :D.

      Also bis auf das mit dem Kühlschrank und das Ende mit dem Ufo fand ich den Film ganz gut.

      Wer weiß ob noch ein Indy Teil folgen wird, vielleicht fangen sie ja auch ein Spin Off mit seinem Sohn an, darauf deutet das Ende irgendwie hin, als der Hut zu ihm geweht wird, dann nimmt Indy ihn ihm ab, was wiederum für eine Fortsetzung mit Indy sprechen könnte.

      Viele Vermutungen :lol: ich bin gespannt!
      I'm a Mac!
    • "MrFusion" schrieb:

      Eiine Atombombe überleben, weil man in einem Kühlschrank sitzt, das war mir dann endgültig zu viel.

      Das hab ich mir auch gedacht zu erst, ich hab mir das aber dann so erklärt, dass Indy ja im 3. Teil aus dem heiligen Gral trinkt und so "unsterblich" wird, das wäre eine Erklärung, was das ganze wieder halbwegs glaubwürdig machen würde. Allerdings wird im Film erwähnt, dass Indys Vater gestorben sei, der ja auch vom heiligen Gral getrunken hat, somit scheidet diese Theorie doch wieder aus :D.

      Eben nicht. Im dritten Teil heißt es ja, dass der Gral innerhalb der Mauern des Gebäudes bleiben muss. Das sei der Preis des ewigen Lebens. Ich verstehe das so, dass man regelmäsig aus dem Gral trinken muss, um ewiges Leben zu erhalten.
      Also kann man sich sein Überleben im Kühlschrank so schon irgendwie erklären ;)
    • Trotzdem ist der ganze Film ganz und gar nicht im Stil der ersten Drei...und ich persphnlich hätte den 4. dann doch lieber noch ein Stückchen mehr Oldschool gehabt.....die Kritik die ich vorher gelesen hatte, in der erwähnt wurde, dass der Zuschauer grade am Ende das Gefühl bekommt, das Spielberg zu viel Budget zur Verfügung hatte, hat sich auch ziemlich bestätigt finde ich..... :mata:
    • Habe mir den Film nun auch mal angesehen.
      Hm, ich bin ein wenig geteilter Meinung, finde aber auch dass manche Kommentare hier einfach zu kritisch sind.

      Wer sich mal die letzten Interviews mit Mr. Lucas und Spielberg angetan hat dürfte eine Kernaussage zu Indiana Jones nicht übersehen haben: "Realismus stand bei Indie nie im Vordergrund, der Film sollte in erster Linie eines: "Unterhaltung bieten". Ich finde das erklärt einiges.
      Unterhaltung bedeutet ja...sich berieseln lassen ohne das Gehirn übermässig zu beanspruchen...relaxen :)

      Unterhaltsam fand ich den Film jedenfalls, wobei ich den meisten anderen hier zustimmen muss, den Flair der ersten Filme sucht man eher vergebens. Aber andererseits...wie lang' ist es nun her? 20 Jahre? Es ändert sich eben vieles mit der Zeit.
      Und "früher war es schon immer besser"....