Die größeren schlucken die großen oder was ?!?!?

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    • Joa, also ich bin vor mehreren Wochen umgezogen und musste mich deswegen ca. fünf Wochen ohne Internet begnügen. Als ich dann gestern mal wieder hier vorbeischaute sah ich, dass es 224 neue Beiträge gab. Eine stolze Summe, wenn auch sicher nicht so viel, wie in den "guten alten Tagen" ... :P

      Ich kann mich persönlich Sebastians Meinung da nur sehr stark anschließen:

      "SebastianK" schrieb:

      Wobei ich bei dem Thema "Filme bewerten" auch sagen muss (vollkommen wertungsfrei und absolut auf keinen hier gemünzt...!!!), das es halt auch immer mehr Schrott gibt. Jeder Hansel meint, seinen ersten geistigen Erguss presentieren zu müssen, als würde Tarantine him self einen neuen Blockbuster raus bringen.
      Wenn man dann ehrlich bewertet und offen kund tut, dass es eben Schrott ist, und bestenfalls zum überspielen taugt, geht das riesen große geheule los. Weil nämlich eben nur alle in den Himmel gelobt werden wollen... Die fehlende Bestätigung der eigenen, meist nicht vorhandenen Fähigkeiten, wird all zu oft mit bitter bösen Postings erwiedert.
      Warum also sich den Stress machen...???

      Die Leute sind also an ausgerechnet dieser Tatsache selber Schuld.

      Denn macht es a) keinen Spaß mehr sich Filme an zu sehen, weil eben viel zu oft nur Müll zu sehen ist, und b) Kritik eh nicht werünscht ist.
      Und wenn man seine Meinung nicht posten darf, schreibt man eben nichts.

      Aber der ShowRoom ist ja nur ein Unterforum...


      Früher habe ich mir auch ca. 90% der Sachen im Showroom angesehen, um zum einen zu sehen, was andere so machen, was die "Szene" gerade so macht und um natürlich auch den Leuten anschließend ein Feedback zu geben.
      Aber wie Sebastian schon anmerkte, meinen sämtliche Anfänger ihre billigen Lichtschwerttests der Welt als Blockbuster verkaufen zu müssen und ähnliches. Ich sage mal ganz offen: Als ich hier neu war und gesehen habe zu was die Leute hier im Stande waren habe ich mich überhaupt nicht getraut meine ersten Werke zu präsentieren, einfach weil es eben typisch Angfängermäßig schlecht war. Diese Diskrepanz scheinen aber die meisten heute wohl nicht mehr zu besitzen.
      Da also auch ständig irgendwelche Threads á la "Guggt mal meine erste Film!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!" auftauchen, bin ich mittlerweile auch wenig geneigt mir das alles noch anzusehen, da ich mir schon meist im Vorhinein denken kann, was mich erwartet. Wenn ich dann doch mal in einen Thread reinschaue ist es schon - wie ich zu meiner eigenen Schande gestehen muss - schon soweit gekommen, dass ich mir erst einmal die bisherigen Posts ansehen, um festzustellen wie das bisherige Feedback ist. Selbstverständlich gehe ich somit vollkommen voreingenommen an die Sache heran, aber mir ist meine knappe Zeit dann auch meist zu schade mir einen weiteren schlechten Laserschwerttest anzusehen.

      Leider führt aber auch genau dies dazu, dass die wirklich guten Projekte, die mehr Aufmerksamkeit eindeutig verdienen eindeutig in der Masse verschwinden. Wenn der Titel eines Threads nicht interessant für mich klingt scrolle ich weiter und übersehe so natürlich auch sicher viele wirklich gute Filme. Ich persönlich finde diese Entwicklung sehr schade!

      Vielleicht wäre es daher sinnvoll den Showroom etwas weiter zu gliedern. Ich denke momentan ans Markus Gräfe, bzw. jetzt ja "Amateurfilmforum", in dem seit einiger Zeit eine strikte Trennung von "richtigen Filmen", nur mal schnell gedrehten Clips und sonstigem herrscht. Bei einer derartigen Differenzierung trennt sich quasi die Spreu vom Weizen. Wäre meiner Meinung nach auch mal eine Überlegung für dieses Forum wert!


      Aber auch in den anderen Forenbereichen tauchen für mich zu wenig wirklich interessante Threads auf. Oft wird immer nur wieder das gleiche gefragt. Die meiner Meinung nach interessante Fragen sind natürlich oft dann recht fachspezifisch, aber gerade dafür mag ich dieses Forum auch sehr, dass auch dort dann Leute gibt, die gerade auf diese antworten. Ich denke da z.B. an meine Fragen bezüglich des SQNs neulig. Zwar war es nur eine Hand voll Usern, die antwortete, aber dafür bekam ich auch wirklich konstruktive Antworten und kein Geschwafel von ein paar Newbies, die ihre Postzahl erhöhen wollen.
      Ich selbst bin weiß Gott kein Profi, aber ich antworte auch lieber auf eine sehr gezielt und bestimmt gestellte Frage zu einem konkreten Problem, als auf allgemeines Geschwafel à la "wie geht das" ...



      Was das Thema "aufwendiger" usw. betrifft:
      Ich denke es sollte in der Ambition eines jeden Amateuerfilmers liegen sich nicht einfach mit dem bequemsten zu frieden zu geben, sondern natürlich auch nach einer gewissen Perfektion zu streben. Natürlich sind dem einfach auch Grenzen gesetzt. Man kann das denke ich in vier verschiedene Gruppen hier unterteilen: 1. die Leute, die ambitioniert sind und über Erfahrung verfügen und zudem auch über die Mittel verfügung professionelles Equipment zu nutzen, dann 2. die Leute, die selben Ambitionen besitzen, jedoch in den Mitteln eingeschränkt sind, anschließend 3. die Leute, die weder Ahnung noch Mittel haben und zu guter letzt die Leute, die zwar die Mittel, aber keine Ahnung haben, wie diese einzusetzen sind.
      Von diesen Gruppen ist der Idealfall 1 natürlich sicherlich hier am geringsten vertreten, denn immerhin handelt es sich bei den meisten ja immer noch schlich um Amateure. Der daher wünschenswerte Fall 2 ist für mich oft leider auch zu selten anzufinden, statt dessen scheint eher eine Invasion von Gruppe 3 vorzuliegen und der traurige Fall 4 kommt auch hin und wieder vor.

      Ich selbst hatte bereits einige Male Gelegenheit bei etwas professionelleren Drehs mitzuwirken. Und natürlich lässt sich mit einer HVX und 35mm Adapter, welche auf einem Jib montiert ist und auf einem schicken Pantherdolly rumfährt in einer Szene, die zudem noch mit zahlreichen Scheinwerfer gut ausgeleuchtet ist "kinoreiferes" Bild erzielen als mit einer 1CCD-Chip Kamera und 2 Baustrahlern. Aber ich denke auch, dass viele die Mittel unterschätzen, die einem auch als Amateur zur Verfügung stehen. Ich denke gerade der Bereich Licht, Ton und SFX sind hier am meisten vernachlässigt. Ok, ich gebe zu, dass die SFX in unserer Branche noch mal eine spezial Fall einnehmen und deswegen halt VFX in 99% der Fälle der gewählte Weg ist. Aber im Bereich Licht und Ton scheinen sich die meisten Amateurfilmer überhaupt nicht zu interessieren.
      Mir selbst ging es zugegeben lange Zeit nicht anders. Die meisten hier werden feststellen, dass von mir hier Showroom keine Filme zu finden sind, was zwei Gründe hat: Entweder waren es größere Produktionen, bei denen ich nur ein sehr kleiner Teil war und keine Einfluss drauf hatte, dass die Sachen hier gezeigt werden, oder eben private Produktionen. Manch älterer User erinnert sich vielleicht noch an Dosenschießen (Dreh 2006), was wir nie veröffentlicht haben, obwohl der Film schon lange fertig ist, weil es zu Streitigkeiten im Team bezüglich der Rechte kam ...
      Auch 2006 gedreht sitzen wir seitdem an der Postproduktion von "City of Thugs". Erstes Bildmaterial hab es damals kurz schon hier zu sehen. Damals hatten wir auch von vielem weniger Ahnung als heute und haben einfach mal so gemacht. Keinerlei Beleuchtung, absolut mieser O-Ton, bei vielen Shots, die VFX enthalten sollten nicht vorher genau geplant, wie diese später realisiert werden sollten, sodass wir jetzt in der Postpro teilweise auf ziemliche Schwierigkeiten gestoßen sind.
      Ich denke einfach es wäre wichtig, dass man sich vielmehr über den Einsatz von Licht und auch der richtigen Aufnahme von Ton und Sound-Design informiert, da dies die Aufnahmen einfach unglaublich aufwertet.

      Vielleicht wäre es ja möglich Seminare dazu einzurichten. Wenn z.B. Leute wir Freezer etwas über den richtigen Einsatz von Licht erzählen. Die Theorie von Key, Aufheller, Spitze usw. mag ja noch einfach klingen, aber die Praxis ist ja gerade beim Licht finde ich weitaus komplexer.
      Für den SFX Bereich hatte Sebastian ja schon mal das Angebot gemacht. Zu meinem größten Bedauern scheiterte dies schließlich an einer mangelnden Teilnehmerzahl, was ich persönlich sehr enttäuschen fand, weil es für mich wiederum nur zeigt, dass die viele anscheinend nicht bereit sind ihre Möglichkeiten bis zum letzten auszuschöpfen. Ich fürchte daher fast, dass es anderen Seminaren dieser Art ähnlich ergehen würde, aber vielleicht wäre es ja trotzdem möglich, sowas einmal einzurichten...



      So, jetzt habe ich viel geschrieben wie lange nicht mehr. Ich hoffe es war nicht allzu chaotisch, da es einfach meine Gedanken zu dem Ganzen waren, wie sie mir gerade kamen. :)


      :winke:
      "Viele Menschen sind zu gut erzogen, um mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken dies mit leerem Kopf zu tun."
    • Persönlich muss ich sagen, finde ich das etwas heuchlerisch, tut mir Leid. Früher wollte keine und jetzt, wo man gesehen hat, dass ich mit einem Projekten Erfolg habe, wollen plötzlich viele mitmachen, um natürlich am Erfolg teilhaben zu können.


      DU SAGST ES!!!

      Als ich vor vielen Jahren angefangen habe Filme zu machen, hat das kein Schwein interessiert und die Türen wurdem einem vor der Nase zugeklatscht. Mittlerweile bin ich erfolgreich mit eigenem Unternehmen in der Filmbranche tätig, habe (um es ehrlich auszusprechen) großen Erfolg und darf deshalb sogar mit offiziellen Fördergeldern drehen. ABER: Meine eMail und ICQ oder Skype anfragen sind drastisch gestiegen. Sogar Firmen, die früher nur mit der Nase grümpft haben fragen jetzt an. Tja, aber so ist es halt. Kaum stellt sich der Erfolg ein, ist man interessant. Gut, ich kann das ein Stück weit auch nachvollziehen, denn würde man jedem Künstler gleich Unterstützung zukommen lassen, würden manche Leute nach 1 Monat insolvent sein.

      Aber um zur Ursprungsfrage des Threads zu kommen:

      Ich war früher extrem aktiv hier im Forum. Jetzt schaue ich noch 2-3 Mal die Woche rein. Das liegt aber nicht daran, dass das Forum uninteressanter ist, sondern schlicht und ergreifend an der fehlenden Zeit. Wie oben beschrieben leite ich mittlerweile eine eigene Produktionsfirma mit vielen Großkunden. Da ist einfach immer etwas zu tun. Zudem bin ich in der Amateurfilmszene schon lange nicht mehr tätig, versuch aber trotzdem den ein oder anderen Thread zu bereichern. Da muss man aber auch aufpassen was man schreibt, denn das kann schnell hochnäsig klingen auch wenn es nicht so gemeint ist.

      VG,
      Ben
      Die wöchentlich Weisheit des Sir: Gute Filme gibts bei mir ;-).
      Achtet die Weisheiten des Sir und euer Leben wird schöner!!!

      Und natürlich neues Filmprojekt im Auge behalten:

      London liegt am Nordpol
    • So, dann schreib ich auch mal meinen Teil dazu.

      Dieses Forum entstand zu einer Zeit, als Amateurfilme noch mit einfachen Hi8 Kameras gedreht und analog geschnitten wurden. Die ersten Videoschnittkarten und das Internet ermöglichten es, die entstandenen Werke der Welt präsentieren zu können. Aus einer undurchschaubaren Sammlung von Websites und Gästebuch-Links entstand die Idee zu diesem Forum.
      Inzwischen haben sich die Zeiten geändert. Digicams und Youtube machen es möglich, jeden noch so kleinen geistigen Erguss samt 5-minütigen Abspann ohne großen Aufwand zur Verfügung zu stellen.
      Foren gibt es inzwischen an jeder Ecke- das VFX-Forum wurde eines von vielen.
      Ich selbst habe inzwischen überhaupt nichts mehr mit Filmen am Hut, dafür sind andere User inzwischen höchst professionell unterwegs.
      Kurzum: alles ist anders.
      Klar, dass sich das auch auf die Zahl neuer Beiträge auswirkt. Ich erinnere mich noch an die Zeit, als das Forum von neuen Usern und den immer gleichen Fragen überschwemmt wurde. Das war auch nicht so prickelnd.
      Wer seinen Film vorstellen will, muss sich schon was einfallen lassen. Die Präsentation gehört dazu. Wenns so einfach wär, bräuchte man keine PR Agenturen. Von nix kommt nix.
      Heuchlerisch finde nicht nichts dran, dass Interesse erst durch Erfolg da ist. Gerade weil sich im Internet so viele Spinner rumtreiben überlegt man sich genau, wem man seine Hilfe anbieten will. Da man die jeweilige Person nicht einschätzen kann, misst man sich an den "Erfolgen".
      Klar, dass es auch immer welche gibt, die sich im Erfolg der anderen sonnen wollen, aber ich würd das jetzt nicht so verallgemeinern.

      Macht einfach weiter das, was euch Spaß macht! Kümmert euch nicht ums Forum - das ist nur ein Medium für eure Kreativität!