Geheimtipps

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    • Hey Leute,

      Wir alle kennen die üblichen Verdächtigen auf den Listen der Lieblingsfilme der Leute, darunter meistens (zu Recht) vertreten Goodfellas, Fight Club, Zwei glorreiche Hallunken etc.
      Also hab ich mir mal gedacht ich stell hier ein paar Filme rein die man vielleicht nicht (vielleicht doch) so kennt. Ein paar "Geheimtipps um sie mal so zu nennen, ein paar Filme die echt sehenswert sind auch wenn sie nicht dutzende Preise abgeräumt haben oder Millionen von Dollar eingespielt haben (oder eben doch).
      Also hier ein paar Filme die ich als kleine "Geheimtipps" bezeichnen würde. Viel Spaß dabei...


      Adaptation
      Ein wirklich genialer Film, der vorallem durch die intelligent aufgebaute Handlung überzeugt. Für mich besitzt Adaptation eines der besten Drehbücher aller Zeiten, da man während der Handlung des Films erfährt wie es zum Schreiben des Drehbuches kam. Zudem brillieren tolle Darsteller, welche zurecht alle für den Oscar nominiert wurden. Auf Grund des Bekanntheitsgrades der Hauptdarsteller (Nicholas Cage, Meryl Streep, Chris Cooper...) ist er vll kein richtiger Geheimtipp, aber auf jeden Fall sehenswert.

      Election
      Erinnert thematisch sehr an American Beauty, kann es zwar mit diesem nicht aufnehmen ist aber dennoch ein echetr Spaß für Fans des eben genannten. Intelligente Handlung voller Humor, sympathische Darsteller und eine Darstellung der High School Welt Amerikas bei der kein Blatt vor den Mund genommen wird und nichts so scheint wie man es aus anderen Filmen noch in Erinnerung hat. Oft als Teeniefilm dargestellt geht die tolle Gesselschaftskritik des Films in Trailern und ähnlichem verloren. Nichts desto trotz lohnt sich heir ein zweiter Blick...

      A Prairie Home Companinion
      Letzter Film von Altmeister Robert Altman, welcher unverdienter Weise bei allen Filmpreisen ignoriert wurde. Ein glänzendes Schauspielensemble versammelt sich hier um die letzte Vorführung einer Radiosendung aufzunehmen, dabei geschehen allerhand wundersame Dinge. Auf wunderschöne Art und Weise werden hier die DArsteller einegsetzt, welche perfekt zu ihren Rollen passen, ein letztes Mal bietet Robert Altman all sein Können auf und hinterlässt ein tolles Abschiedswerk, welches ironischer Weise damit endet dass "der Vorhang fällt"

      Barton Fink
      Auch wenn wir alle die Coens kennen, so kennen doch nur wenige diesen Film. Sehr ironisch und mit einem tollen John Turturro wird heir Hollywood hochgenommen und ein Blick hinter die Fassade geworfen. Coen typisch gibt es natürlich eine reihe skurriler Darsteller, sowie Handlungsebenen die man so nicht erwartet hat. John Goodman überzeugt in eienr seienr stärksten Rollen und die Coens bringen einen ihrer besten Filme hervor, mit einem Ende das (zumindest bei mir) einen Eindruck hinterlassen hat. Nicht gerade wegen der Schockwirkung sondern eher deswegen, wiel die Coens mit Barton Fink eine echte Perle geschaffen haben.

      The Wonderboys
      Wieder ein Film der vorallem durch seinen tollen Hauptdarsteller Michael Douglas und die super Story gefällt. Einfach nru schön, ironisch, durchdacht, intelligent wird ein Wochenende eines alternden Professors geschildert, dass sein ohnehin schon verkorkstes Leben noch weitr aus der Bahn wirft. Ein sehr schöner Film, welcher Tobey McGuire in einer seiner besseren Rollen zeigt.

      A Guide to Recognizing Your Saints
      Was dieser Film bietet ist nicht nur technisch intressant, sondern auch auf der Handlungsebene. Schriftsteller Dito Montiel verfilmt seinen eignen Roman und sein eignes Leben, so realistisch und intensiv, dass alles daran wahr sein muss. Shia LaBeouf stellt den jungen Dito sehr gut dar, ebenso wie Robert Dawney Jr. den gealterten, welcher in seine Heimatstadt zurückkehrt. Außerdem werden Dinge wie eine kaputte Vatersohnbeziehung, Freundschaft udn natürlich Liebe geschildert, allerdings ohne in Klischees zu tappen oder dabei die eigentliche Handlung aus den Augen zu verlieren.

      Bound by Honor
      Ein toller Gnagsterfilm, der darstellt dass man nie verleugnen kann wer man ist. Die Wege von drei Freunden trennen sich, einer wird Cop, einer Junkie, einer Mafiosi... ihr Lebensweg wird in Bound by Honor so bewegend und gut dargestellt, dass man den Film schon fast auf eine Ebene mit Filmen wie Casino, Scarface oder The Departed stellen könnte. Ein wirklich toller Mafia/Knastfilm wie man ihn selten sieht: Schonungslos, hart, realistisch und ohne dass der "Böse" im Knast landet oder stirbt (oder ins Zeugenschutzprogramm aufgenommen wird :D )
      Quentin knows best

      Fuck the Rest
    • Ok, wahrscheinlich werde ich mich jetzt blamieren, da ich wohl eher bekannte Filme als Geheimtipps deklariere, aber finde den Thread gut und will, dass er etwas Beachtung findet. Von deinen Filmen kenn ich jetzt nur Barton Fink, vom Rest hab ich noch nichts gehört (bzw. verbinde nichts mit dem Namen, ausser bei den Wonderboys den Oscar für Bob Dylan :D)

      Also:

      Il Mercenario

      Da fängts ja schon an, der Film zählt zu den bekannteren Italowestern, gerade kürlich ist er endlich auf DVD erschienen. Meisterhaftes Werk von Corbucci, dass mit den Werken von Leone mithalten kann. Die Musik dürften die meisten aus "Kill Bill Vol.2" kennen (die Burried alive-Szene). Auch begründete er quasi das Revolutions-Western-Genre, zusammen mit dem ebenfalls äusserst guten "Quein Sabe?" von Damiani.

      Bring Me the Head of Alfredo Garcia

      Dieses Werk mit einem der meiner Meinung nach besten Filmtitel überhaupt gilt als spätes Meisterwerk Peckinpahs. Es ist ein Film mit Ecken und Kanten, weit weg von perfekt, aber wer sich davon nicht abschrecken lässt, der bekommt einen wunderschönen Film mit einem genialen Warren Oates zu sehen.

      I'm Not There

      Auch kein wirklicher Geheimtipp, Cate Blanchet war ja z. Bsp. für ihre Rolle für den Oscar nominiert. Ebenfalls ein sehr schräger Film, über die verschiedenen Gesichter des Musikers Bob Dylan, den ich ja sehr schätze (siehe Signatur :D). Aber das Werk hat mich auch filmisch überzeugt, es ist da ähnlich facettenreich wie der Musiker selbst und erinnert teils an Fellini, dann wieder an Peckinpah und zwischendurch wieder an eine gewöhnliche Doku.

      The Wicker Man

      Haha, der dritte Thread in knapp einem Monat in dem ich den Film anpreise und damit meine ich das Original von Hardy und nicht das Remake mit Nicholas Cage, das ja angeblich grottenschlecht sein soll, was ich einfach mal glaube. Geniales Werk, das zwischen Horror-, Kriminal-, Mystery- und Musicalfilm schwankt und gerade dadurch so gut ist.

      La Resa dei Conti (Der gehetzte der Sierra Madre)

      Und zum Schluss noch ein Italowestern, der ebenfalls zu den bekannteren zählt und auch wirklich gut ist, was vor allem den beiden Hauptdarstellern, dem interessanten Plot und dem Score (Morricone/Nicolai) zu verdanken ist.

      Ja ich könnte auch unbekanntere Italowestern aufzählen, dass ist wohl das einzige Genre in dem ich einigermassen unbekanntere Filme kenne, aber es wäre einfach gelogen, wenn ich Filme wie "Django - Nur der Colt war sein Freund" oder "Django - Sein Gesangbuch war der Colt" als lohnenswerte Filmeempfehlen würde.
      Morality has nothing in common with politics (Bob Dylan)
    • Vor einiger Zeit habe ich hier schon mal den Tipp "Layer Cake" abgegeben. Deswegen poste ich das hier noch einmal. Weiter Filme folgen, versprochen. Weil es gibt da diese Perlen... da fragt man sich schon, warum die noch keinem aufgefallen sind...

      Vor kurzem hat es den Drogen-Thriller "Layer Cake" mit Daniel "James Bond" Craig spätabends im Fernsehen gespielt. Da ich zur Zeit gerade an einer Grippe laboriere, habe ich nicht damit gerechnet, dass ich mir den Film ganz anschauen werde - vor allem, da er erst spät nach Mitternacht endete. Mann, war ich überrascht, dass ich mir den Film dann doch ganz angetan habe. Er hat's einfach drauf, ist spannend - und man wird immer wieder von den Wendungen überrascht.

      Regisseur war Matthew Vaughn (der Ehemann von der Schiffer), der u.a. auch Guy Ritchies "Bub, Dame, König, grAS" und "Snatch" produziert hat. Da drängt sich natürlich auch gleich ein Vergleich auf. "Layer Cake" ist wie "Bub, Dame, König, GrAs" - nur ernster.

      Craig spielt einen namenlosen Drogendealer, der ganz gut davon leben kann. Er selbst ist clean - und sieht das Ganze eben als Geschäft. Sich ein Ziel setzen, darauf zuarbeiten, und dann das Geld kassieren. Er will nicht der große Zampano werden, bleibt lieber im Hintergrund. Viel fehlt ihm nicht mehr, dann kann er sich zur Ruhe setzen. Doch da funkt ihm sein Boss Jimmy dazwischen. Craig (der Charakter hat den ganzen Film über keinen Namen, deswegen nehme ich seinen richtigen Namen) soll die verschwundene Tochter von Jimmys altem Kumpel Edward ausfindig machen. Außerdem steht noch ein Drogendeal mit hochwertigem Zeugs in Höhe von fünf Millionen Pfund mit dem durchgedrehten "Duke" an. Was Craig nicht weiß: Der "Duke" hat die Drogen einem serbischen Kriegsverbrecher abgeluchst, der - darüber gar nicht erbaut - einen irren Killer damit beauftragt, alle, die etwas mit der Sache zu tun haben, zu "besuchen".

      *** Achtung *** Spoiler! ***

      Und das ist quasi nur die Ausgangssituation des Films. Wie gesagt: Es geschehen so viele Plots, dass am Ende des Films etwas ganz anderes rauskommt als man erwartet.

      Der Film ist stylish und vor allem schauspielerisch top besetzt. Craig spielt einen Gauner, der Waffen hasst. Als ihm ein Kumpel zum Selbstschutz eine Pistole anbietet, lehnt er zuerst ab - nur um dann wie James Bond damit zu spielen. Da frage ich mich doch glatt, ob Craig damals ("Layer Cake" kam 2004 raus) schon ein Angebot auf die Bond-Rolle in der Tasche hat - und ob das irgendwie parodistisch in "Layer Cake" verarbeitet wurde. Aber nun zurück zum Film: Wie gesagt, Craig hasst Waffen - und sein erster Mord macht ihm ganz schön zu schaffen. Das ist auch das absolut Coole an "Layer Cake": Die Charaktere geraten immer wieder in Situationen, die in jedem 08/15-Thriller eiskalt gelöst werden. Hier nicht: Hier geraten sie schon mal öfters aus der Fassung und reagieren um wesentliches "menschlicher".

      Wer mit "Bub, Dame, König, GrAs" seinen Spaß hatte, könnte auch an diesem Film seine Freude haben. Bei Amazon habe ich den Film neu um knappe 10 Euro gesehen.
    • „Lohn der Angst“, F/I 1953, Regie: Henri-Georges Clouzot.
      Spielt am 22.03.2010 um 20:15 Uhr auf Arte.

      Wenn man heutzutage an Actionthriller denkt, dann hat man fast automatisch rasante Verfolgungsjagden, die schnell geschnitten sind, vor dem geistigen Auge. Dass es auch anders geht, beweist „Lohn der Angst“ aus dem Jahr 1953. Und ausgerechnet dieser Film gilt als einer der Begründerfilme des Actiongenres.

      Als in Venezuela eine Ölquelle zu brennen beginnt, droht eine Katastrophe. Eiligst werden von der Ölfirma Freiwillige für ein Himmelfahrtskommando gesucht. Es winkt eine hohe Belohnung (2.000 Dollar), die vier gestrandete Europäer ganz gut gebrauchen könnten. Der Italiener Luigi, der Korse Mario (Yves Montand), der Franzose Jo und der Deutsche Bimba (Peter van Eyck) wollen nämlich nichts wie weg aus Venezuela - und dafür würden sie alles tun. Selbst Nitroglyzerin, das zum Löschen der brennenden Ölquelle benötigt wird, mit klapprigen Lastern 500 Kilometer durch den Dschungel transportieren.

      Kann Langsamkeit spannend sein? Ja, dieser Film beweist es. Der Film braucht schon mal ziemlich lange, um seine Charaktere einzuführen. Der Zuschauer muss erfahren, warum diese Männer so desperat aus diesem Kaff wollen – und mitunter dabei auch (angedeutet) über Leichen gehen.

      Und dann geht es los mit der Höllenfahrt. Keine wahnsinnig berauschende Geschwindigkeitsüberschreitungen – und genau das ist das Nervenzerrende daran. Nitroglyzerin und Erschütterungen, das verträgt sich nicht. Und obwohl es so langsam bis gemächlich vor sich hin geht, fiebert der Zuschauer mit. Manchmal wird es grauslich, manchmal nur angedeutet (Stichwort: Luftzug… wenn Ihr den Film seht, werdet Ihr verstehen, wenn Ihr zu dieser Szene kommt). Ein großartiger Film.

      1977 gab es von William Friedkin („Der Exorzist“) das Remake „Atemlos vor Angst“ mit Roy Scheider („Der weiße Hai“). Da gab es mehr Action – auch mit Banditen. Kommt aber nicht an das Original an.
    • Falling Rocks
      Thriller, D 2000
      Regie: Peter Keglevic
      Darsteller: Claudia Michelsen, Koen De Bouw, Anica Dobra, Chiara Schoras, Aco Jovanovic, Christoph Waltz

      Jessica (Claudia Michelsen), ihr Mann Louis (Christoph Waltz), ihre kleine Schwester Fiona (Chiara Schoras) und ein weiteres Pärchen - Michael und Barbara - (Aco Jovanovic, Anica Dobra) haben eine lieb gewordene Tradition. Einmal im Jahr sagen sie der Zivilisation Good bye und begeben sich auf eine Tour durch die Wildnis. Diesmal ist die Wüste von Südafrika gesagt – ein Vorläufer der Kalahari-Wüste. Alle freuen sich - bis sich auf einmal Fiona einbildet, ihre "belgische Nascherei", den One Night Stand in Gestalt von Phil (Koen De Bouw), einfach auf die Tour mitzunehmen. Ausgehend von der Landebahn "Nowhere" aus wollen sie in sieben Tagen wieder zurück in die Zivilisation.

      Doch schon der erste Morgen in der Wildnis bringt einiges an Ungemach. Fiona findet beim Waschen in der Früh nämlich einen ertrunkenen Fallschirmspringer. Der hat noch dazu eine kleine Schachtel mit Rohdiamanten bei sich - ca. 12 Millionen Mark wert. Die Leiche ist schnell begraben - doch was tun mit den Rohdiamanten? Fiona und Phil wollen sie behalten, doch die anderen schreckt - mal mehr, mal minder - das drohende Gefängnis ab. Insgeheim würde man sich aber schon durchaus vorstellen können, dass man mit dem Geld was anfangen könnte.

      Schon am nächsten Tag passiert der nächste Unfall. Michael ist wohl in der Nacht von einem Felsen gestürzt und hat sich das Genick gebrochen. Barbara ist außer sich - eigentlich wollte sie ihm am Abend zuvor sagen, dass sie von ihm schwanger ist. Und nun steht sie vor dem Nichts. Halb wahnsinnig vor Trauer will auch sie nun die Diamanten. Offenbar nicht intensiv genug, denn am nächsten Tag begeht sie Selbstmord.

      Oder war es gar kein Selbstmord? War Michaels Sturz tatsächlich ein Unfall? Und wieso wird man das Gefühl nicht los, dass Phil den toten Fallschirmspringer kannte? Wird die Gruppe gar von einem gnadenlosen Mörder verfolgt?

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      "Falling Rocks" ist außergewöhnlich für einen deutschen Thriller – er ist erstens wirklich spannend, zweitens wirklich fies. Endlich hat sich mal jemand was getraut. Im Stile von Agatha Christies „Die Mausefalle“ (auch als „Zehn kleine Negerlein“ bekannt) stirbt eine Person nach der anderen – und ständig wird der Zuschauer in die Irre geführt. Sogar was die vermeintliche Hauptperson betrifft: Denn zuerst wird das Augenmerk auf Barbara (Anica Dobra) gelenkt, die schon vor Beginn der Reise so etwas wie Vorahnungen entwickelt. Als Zuschauer ist man auf so etwas geschult, da denkt man gleich, dass der Film von Barbaras Warte aus erzählt wird. Und dann stirbt sie...

      Die Story ist zwar nicht absolut wasserdicht und auch nicht völlig frei von Logikfehlern, aber das will ich gerne verzeihen. Um so gelungener inszenierte Regisseur Keglevic die Gruppendynamik. Gut, der erste Tote ist zwar schockierend, aber nachdem keiner ihn kennt, geht das Leben weiter. Erst als es jemanden aus der Gruppe erwischt, wird es kritisch. Bande zerreißen, Misstrauen wächst – einfach herrlich, dieses Kammerspiel in der Wüste zu beobachten.

      Noch einmal möchte ich betonen, dass es sich um einen wirklich fiesen Film handelt. Es ist so einer, wo man sich anschließend überlegt, ob einem schon vorher irgend etwas aufgefallen ist. Da kämpfen Menschen um ihr Leben – egal wie aussichtslos es ist. Hut ab.

      Ich bin mir nicht sicher, ob die Filmemacher wussten, wo sie mit dem Film (Budget laut imdb: € 1.700.000) hin wollten. Das erste Mal bin ich auf den Film aufmerksam geworden, als er im TV gezeigt wurde. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass er in Österreich in den Kinos lief. Allerdings kommt mir der Film fürs Fernsehen einfach zu „groß“ vor. Gewaltige Landschaftsaufnahmen in Cinemascope – und da marschieren so zwei, drei kleine Pünktchen vor sich hin. Nein, das wurde nicht fürs Fernsehen gemacht. Aber wurde der Film anderweitig verwertet? Weiß da jemand etwas?

      Die DVD bietet neben dem Hauptfilm auch noch Audiokommentare und ein Making Of. Diese sind wirklich interessant, da das Filmen in der Wüste doch eine ziemlich extreme Belastung war. Da wird von psychologischen Tricks erzählt (eigene Uhrzeit für das Set entwickelt), aber auch von Wüstenphänomenen, die man unbedingt mit der Kamera einfangen wollte. Unnötig hingegen ist jedoch ein Kurzfilm über den Flug mit einer alten DC 3. Zusätzlich gibt es auch noch eine Soundtrack-CD – allerdings habe ich die Musik im Film schon manchmal als zu pathetisch gefunden. Bis dato habe ich die CD auch noch nicht ein einziges Mal abgespielt.
    • Absolute Giganten
      Regie & Drehbuch: Sebastian Schipper. Darsteller: Frank Giering, Florian Lukas, Antoine Monot Jr., Julia Hummer, Jochen Nickel. Tragikomödie, D 1999

      "Freundschaften sind wie Sehnsüchte. Toll, groß, absolut gigantisch. Und wenn sie dich erst mal gepackt haben, dann lassen sie dich nicht mehr los. Manchmal nie mehr." --- Floyd

      Floyd, Ricco und Walter sind die besten Freunde. Um so härter trifft es Ricco und Walter, als Floyd ihnen eröffnet, dass seine Bewährungsfrist abgelaufen ist und er – als freier Mann – am nächsten Tag mit dem Containerschiff Deutschland für immer verlassen wird. Natürlich fühlen sich Ricco und Walter verraten – dennoch werden sie mit Floyd Abschied feiern. Und das inkludiert: Fußball spielen, gefährliche Auto-Stunts, Fastfood-Orgien, Luftgitarre-spielen, Schlägerei mit Elvissen, ein Alles-oder-Nichts-Wuzelspiel und eine Alkoholvergiftung.

      Die DVD "Absolute Giganten" ist ein absoluter Glücksfall. Neben der berührenden Geschichte, den tollen Schauspielern (Frank Giering – ein Blick sagt mehr als 1.000 Worte) gibt es noch jede Menge Bonusmaterial (Audiokommentar, deleted scenes, etc.).

      Hach, ich stehe einfach auf diese Abschieds-Aufbruch-Fernweh-Seelenzerrissenheit-Freundschaft-Roadmovies mit stimmungsvoller Musik.
    • Einer der betsen geheimtipps überhaupt ist für mich

      Tropfen auf heiße Steine

      Eine Filmadaption eines Theaterstücks von Fassbinder.
      Der Film wurde inszeniert von Francois Ozon, den man am ehesten durch seinen Psychothriller Swimming Pool (nicht der Trash-Horrorfilm) kennt.
      Hier spielt übrigens auch Ludivine Sagnier mit, die auch bei Swimming Pool eine der Hauptrollen bekleidete.