Wenn Worte nicht mehr reichen-Bühnenkampf mit und ohne Waffe

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    • Wenn Worte nicht mehr reichen-Bühnenkampf mit und ohne Waffe

      Wenn die Worte nicht mehr ausreichen, dann kann auf der Bühne ein Konflikt bis zur körperlichen Auseinandersetzung eskalieren. Bei der Darstellung physischer Gewalt ergeben sich grundlegende Probleme für Regie und Darsteller: Dem Publikum soll die Illusion einer gefährlichen, ggf. tödlichen Auseinandersetzung geboten werden, während gleichzeitig die Sicherheit der Schauspieler gewahrt werden muss. Das Seminar vermittelt die notwendigen Techniken, Vorüberlegungen und Umsetzungsstrategien.
      Der waffenlose Bühnenkampf umfasst dabei nicht nur Auseinandersetzungen zwischen geübten Charakteren (z.B. klassischer Faustkampf, Zweikampf), sondern auch die Darstellung asymmetrischer Situationen zwischen ungeübten Personen (z.B. häusliche Gewalt). Was macht die Unterschiede aus und wie kann man sie für die Bühne effektvoll umsetzen?
      In vielen Fällen bietet es sich an oder wird vom Skript gefordert, Requisiten in den Kampf einzubeziehen. Das können Alltags-gegenstände wie Bücher, Handtücher, Löffel sein oder auch Waffen wie Messer. Diese Gegenstände bieten zahlreiche Möglichkeiten in der Kampfdarstellung – allerdings auch ganz eigene Probleme. Was sind mögliche Gefahren und wie kann man Alltagsgegenstände und Messer kämpferisch einsetzen?
      Bei dem Seminar lernen die Teilnehmenden Bühnenkampf nach dem System des angloamerikanischen Stage Combat. Diese Bühnenkampf-Methodik zeichnet sich durch ihren hohen Grad der Strukturierung, Betonung der Sicherheit und Fokus auf das Erzählen von Geschichten aus.
      Die Teilnehmenden lernen allgemeingültige Prinzipien und konkrete Techniken für Bühnenkampf Waffenlos, mit dem Messer und mit Alltagsgegenständen; wie man beim Erstellen und Einstudieren einer Kampfszene Gefahren erkennt und behebt; wie Kampfchoreographien grundsätzlich entstehen und wie man sie logisch aus der Geschichte heraus aufgebaut; wie man seine Rolle, seinen Charakter in den Kampf hineinträgt und überzeugend darstellt.
      Einen Einblick in Logik und Techniken des realen Kampfs waffenlos und mit dem Messer bietet die philippinische Kampfkunst (Pekiti Tirsia Kali). Durch die Ideen aus der Contact Improvisation erhalten die Teilnehmer Werkzeuge zur Darstellung zeitgenössischer Kampfsituationen.

      Ort: Köln
      Beginn Fr. 13.05. 16:00 Uhr, Ende 16.05. gegen 15:00 Uhr (25Einh.)
      Dozent: Dörte Jensen
      Kosten: 380 €