Alternative Drehbuchversionen

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    • Alternative Drehbuchversionen

      Die Suche hat nichts ergeben, hier also meine Frage (mal wieder ;) )

      Ich hab heute mein zweites Drehbuch fertig gekriegt :hurra: . Ich hab aber so viele Ideen für diese Story das ich mich entschlossen hab, alternative Versionen zu schreiben, da hier und da noch etwas dazukommen würde, und das aufgrund der daraus resultierenden Abweichungen, in eine Version zu schreiben, unmöglich ist.

      So, nun die eigentliche Frage: Kopier ich das komplette Script, und füge einfach die Szenen dazu, oder schreib ich alles in ein Script, und markier die jeweiligen Szenen mit "Alternativ-Szene?" Mag 'ne blöde Frage sein, aber ich frag die Frage, weil ich die Frage selbst nicht beantworten kann, jedenfalls nich zu 100%. :mata:

      PS: Das Script hat in der Originalversion mal grade 85 Seiten :?. Nicht grad viel wie ich meine.
    • Merkwürdige Frage... mach doch einfach ne Kopie vom Orginal, in die du den Kram reinschreibst. Kann ja nich schaden ;) Und falls du nach Drehbuchnorm geschrieben hast sind deine 85Seiten knapp 1 1/2 h Film... das is doch wohl nich zu wenig, oder? :D

      cu
    • OK, dann hab ich eine Originalversion und 4 Alt. Versionen :rauch:
      Trotzdem find ich 85 Seiten etwas wenig, wenn man bedenkt das mein erstes Script 137 Seiten fasst, in der erweiterten Fassung zumindest, und selbst da hätt ich mehr schreiben können. Wenn ich wollte hätt ich es auf 200 Seiten aufstocken können, aber dann wäre das meiste ans jetzige Ende hinzugefügt worden, und das wollte ich nicht, da es mir selbst als unpassend erschien. So viel zum Thema Selbstkritik :D

      PS: Die 1 Seite / 1 Minute Regel ist mir bekannt. Zwar rechne ich auch so die Laufzeiten aus, aber zu 100% stimmt die Regel nicht, kann ja auch gar nicht sein. Zum Beispiel ist in diesem Script ein Anderthalb-Seiten-Dialog von ein und denselben Charakter drin, was unter Garantie mehr als 90sek. braucht um das aufzusagen :D Da hab ich mich vielleicht etwasssssssssssss übernommen :wink: , obwohl ich auch dort etwas ausgelassen hab :P
    • Jaaa, is klar das die Regel nich immer stimmt, besonders bei sehr kurzen Skripten hatte ichs auch schon, dass der Film doppelt so lang wurde :D Aber je länger und ausgewogener das drehbuch is, desto genauer stimmts meistens (insgesammt). Ich wollte damit ja auch nur ausdrücken, dass ich 85 S. nich für zu kurz halte. Aber naja, das is natürlich deine Sache.

      mfg
    • Handelt es sich bei dem "aufstocken" um fehlende Elemente hinsichtlich der Geschichte der Figuren, oder nur einfach um "verlängerungen", "wiederholungen von Situationen" usw., welche keinen wírklichen Bezug eben zur Geschichte der Figuren, deren Charakter haben ? Keine wirkliche Fortführung der Story also selbst? So wie du in einer Komödie nicht jeden Gag der dir einfällt einbauen kannst - letztendlich geht es um die Figuren.

      Suche den Kern der jeweiligen Geschichte und schaue auf die Ziele der Figuren. Suche über deren Charaktersisierung ihren jeweils eigenen Weg dahin - sie lassen keinen anderen zu, als den, der sich daraus ergibt. Möglicherweise ist dort das Problem mit dem >>...und selbst da hätt ich mehr schreiben können.<< zu finden.

      Ein verfilmter Roman ist meistens auch nur ein Teil dieses Romanes, in den seltesten Fällen der Komplette.

      >>...Zum Beispiel ist in diesem Script ein Anderthalb-Seiten-Dialog von ein und denselben Charakter drin, was unter Garantie mehr als 90sek. braucht um das aufzusagen...<<

      Dialoge können auch drei Seiten lang sein. Warum testest du die Länge nicht, indem du den Dialog entsprechend der Situation mal sprichst?!

      Wieviel Szenen hat dein Script?
      Zuviele Szenen (hunderte mal gesagt) lassen den Film gehetzt aussehen, nicht genügend entwickelt, und die Geschichte nicht wirklich aufbauen könnend.

      Zu Torstinator gesagt:
      >>Aber je länger und ausgewogener das drehbuch is, desto genauer stimmts meistens<<

      Nicht ganz richtig. Je präziser ich die Geschichte meiner Figuren (aus ihrer Charakterisierung heraus) erzähle, desto stimmiger ist sie. Und wenn man genau hinsieht, erkennt man den Weg der Figuren, weil sie eben nur diesen ihren Weg gehen können, um ihr Ziel zu erreichen.

      Eine Komödie ist im Schnitt 80-95 Seiten lang. Ein Spielfilm kann 130 Seiten (+/-) lang werden. Historien meistens länger. Und je nach Genreauflösung variierend.

      Gruß
      Tobias
    • Naja, 85 Seiten, mittlerweile sind es sogar nur noch 84, sind auch nicht unbedingt wenig. Dennoch hätte ich mit mehr gerechnet, und seiens nur 5 Seiten mehr. Allerdings, hab' ich auch hier und da so manche Dinge über Board geschmissen, und wenn ich das jetzt so überfliege, kommen da mindestens 4 Seiten zusammen, und nichts von dem was geflogen ist, findet sich in den Alternativ-Versionen wieder. Dort kommen nur neue Ideen rein, die mir noch eingefallen sind, als ich die Story gut 4 Monate hab ruhen lassen. Eine DIN A 4 Seite an Notizen hab ich hinzugefügt, und manche davon sind halt ausschlaggebend für die 4 alternativen Versionen. Ja, meistens bringt es was wenn man die Story ruhen lässt, und sich auf andere Dinge konzentriert.

      @Tobias

      Es handelt sich, in der längsten Alternativen Fassung, um die Fortführung der Beziehung des Hauptcharakters zu einem anderen Charakter. Diese Beziehung fortzuführen sah ich in der Originalversion als nicht notwendig an, allerdings finde ich das es lohnenswert ist, diese Beziehung so gegen Ende des 2ten Akts hin, nochmal aufzuzeigen und fortzuführen, und umso krasser wirkt es, wenn man weiß wie sie endet. Alles was ich für 100% wichtig und unverzichtbar halte, steht in der O-Vers. In den anderen sind es meist nur kleine Details die dazugekommen sind, weil sie in die O-V. nicht gepasst hätten. Ich würde mich letzten Endes an diese OV halten, wenn man aber etwas anderes verlangt, hab ich gleich 4 andere Versionen parat, gespickt mit diesen zusätzlichen Ideen, für die leider in der OV kein Platz war. Ich würde die Verlängerungen nicht unbedingt als solche ansehen, wenn doch eher als Fortführung der Zuspitzung der Handlung. Ich schreibe halt nur was ich für notwendig halte, und wenn ich hier und da noch Ideen hab, und meine das könnte ich hinzufügen, dann entsteht eine alternativ Version, wenn nicht ... dann nicht.

      PS: Vom Komödien schreiben bin ich in etwa so weit entfernt wie der Papst vom Tabledance, oder die Politiker von vernünftiger Politik :D
    • Hallo Filmfreak

      Du widersprichst dir hier:
      >>Diese Beziehung fortzuführen sah ich in der Originalversion als nicht notwendig an, allerdings finde ich das es lohnenswert ist, diese Beziehung so gegen Ende des 2ten Akts hin, nochmal aufzuzeigen und fortzuführen, und umso krasser wirkt es, wenn man weiß wie sie endet. Alles was ich für 100% wichtig und unverzichtbar halte, steht in der O-Vers. <<

      In der ersten Version war es nicht notwendig dies zu beschreiben, heißt, die Figuren haben auch nicht danach verlangt. Sie haben also ihre Geshcichte erzählt. In der weiteren Version bist DU es, welcher es lohnenswert findet.. Und Du schreibst >> nochmal << dies könnte zu einer Wiederholung führen (Du bzw. Deine Figuren erzählen etwas nochmal).

      Wenn zuvor alles 100 % wichtig und unverzichtbar war, also die Geschichte rund läuft - Anfang - Mitte - Ende, gehe ich davon aus, das es sich um "Verlängerungen" handelt.

      Ein Kollege von mir hat mal einen Thriller mit Jugendlichen verfasst. Als der Regisseur es die Hände bekam, machte dieser sofort daraus eine Teenageraction (Richtung Final Destination, Scream usw.), u.a. weil es auch Zeit der Teenageraction war/ist (Quote usw.).. Der Thriller war also fort - so auch die Originalgeschichte.

      Wenn Du also "andere" Versionen parat haben möchtest, musst Du auch deine Figuren, deren Geschichte und Ziele neu definieren, um eben etwas ANDERS zu erhalten. Z.B. eine Komödie wird zu einer Gesellschaftsatire usw.. Dazu musst du dann das komplette Script auseinandernehmen.

      So wie ich das jetzt verstehe, schreibst Du nur was hinzu, ohne jedoch etwas anderes zu erhalten. Also einen Bruce WIllis Actionfilm mit weiteren Action zu verlängern, z.B.. Aber auch an solchen Filmen erkennst Du, das sie weitgehenst vollständig sind. Sicher könnte der Autor unendliche Action noch einbauen, aber das würde den Lauf seiner Figur Richtung dessen Ziel unterbrechen. Denn sie tut nur etwas, was ihre Geschichte weiterbringt. Und nichts aus Spaß an der Freud. Alles andere - Verlängerungen - lassen die Geschichte stillstehen.
      Etwas >>anderes parat haben<< würde heißen, aus einer Actionfigur vielleicht eine tragische Figur zu machen. Und da reicht es nicht, etwas hinzu zu schreiben (zu verlängern also).

      Warum also sollten die "Verlängerungen" die Story jetzt besser oder anders machen, wenn Du sie in der OV schon nicht für notwendig empfunden hast??
      Schau also, ob es tatsächlich etwas "anderes" dadurch wird, oder ob Du tatsächlich in der OV nur nicht gründlich die Geschichte der Figuren überdacht hast. Geh die Szenen durch. Welche Information tragen sie? Führen sie die Story weiter, oder treten sie auf der Stelle? Tun die Figuren etwas, was sie nicht bräuchten, weil es ihre Geschichte nicht weiterführt? Z.B. unlogische Handlungen zur Geschichte oder zu deren Charakterisierung, usw.. Figuren können nur im Rahmen ihrer jeweiligen Charakterisierung handeln, wenn es sich um Reale (keine Cartoons) handelt. Alles andere macht sie unecht, unglaubwürdig.

      Gruß
      Tobias
    • "Tobias" schrieb:

      Hallo Filmfreak

      Du widersprichst dir hier:
      >>Diese Beziehung fortzuführen sah ich in der Originalversion als nicht notwendig an, allerdings finde ich das es lohnenswert ist, diese Beziehung so gegen Ende des 2ten Akts hin, nochmal aufzuzeigen und fortzuführen, und umso krasser wirkt es, wenn man weiß wie sie endet. Alles was ich für 100% wichtig und unverzichtbar halte, steht in der O-Vers. <<

      In der ersten Version war es nicht notwendig dies zu beschreiben, heißt, die Figuren haben auch nicht danach verlangt. Sie haben also ihre Geshcichte erzählt. In der weiteren Version bist DU es, welcher es lohnenswert findet.. Und Du schreibst >> nochmal << dies könnte zu einer Wiederholung führen (Du bzw. Deine Figuren erzählen etwas nochmal).

      Wenn zuvor alles 100 % wichtig und unverzichtbar war, also die Geschichte rund läuft - Anfang - Mitte - Ende, gehe ich davon aus, das es sich um "Verlängerungen" handelt.



      Kann ich dir erklären, ich find die Idee die ich noch einbauen wollte gut, mittlerweile hab ich es aber für mich entschieden, dass ich das nicht mache. Ich hab mich davon verabschiedet. Warum kannst du weiter unten, unter Möglichkeit #3 nachlesen :wink:

      Fakt ist, wenn ich eine Story im Kopf hab, überlege ich zuerst: "Wäre das ein guter Film?" Wenn ja,(ich glaube eine guten Geschmack zu haben, viele der Filme die ich genial finde stehen in den Top 250 der IMDB), ist ein neues Drehbuch geboren. Die Länge des Scripts sei erstmal dahingestellt, zwar hab ich gewisse Vorstellungen, aber, schau'n 'mer mal wie's sich entwickelt.(Charaktere, Handlung etc.)
      Da ich mehrmals betont habe, nur reinzuschreiben was ich für nötig halte, erklär ich diese Prozedur mal kurz.
      Sobald ich mit einem Drehbuch anfange, hab ich den kompletten Ablauf schon im Kopf, und so wird es auch niedergeschrieben. Ich schreib keine Geschichten aus denen ich später das Script entwickle, dass überspring ich, da ich die Story detailliert im Kopf hab. Nun, kommen eventuell Fakten hinzu, die ich in der OV nicht brauchen kann, und schon ist eine AV geboren. Diese spezielle Story ist diesbezüglich aber die absolute Ausnahme, da ich sonst alles einbaue, was ich für notwendig befunden hab. Im Falle einer AV, überleg ich zuerst, ob ich die Details die letztendlich für die AV verantwortlich sind, nicht doch in die OV einbauen kann. Das ist ein ständiges Abwägen in meinem CPU :wink: . Ich überlege: passt die Szene, verändert sie was, wenn ja was und in welchem Maß. Verliert die Story an Glaubwürdigkeit, oder gewinnt sie mehr davon, wird sie krasser oder wird sie zu sehr abgebremst. Wird die Story zu lang, zu unübersichtlich, müsste ich vielleicht noch etwas einbauen das erklärt wie es dazu gekommen ist, das man jetzt liest was man liest. Ich hoffe ihr könnt mir noch folgen :D . Dann überlege ich: Verändert es den Charakter, wirft es ihn zurück, verstärkt es seine Lage noch etc. Und nachdem dieser, in gewisser Weise komplizierte Vorgang abgeschlossen ist, entscheide ich ... Ja, es kommt mit rein, die Story wird dadurch logischer Weise länger, oder, Nein, es bleibt draußen, ist aber zu gut um es zu verwerfen, dann kommt eine AV, meinetwegen kann man es auch Extended Version nennen. Möglichkeit #3 wäre: Die Idee war nur ein Gedanke ohne Überlebenschance, bleibt draußen, wird auch nicht notiert. In letzteren Fall würde sich zu viel ändern, oder die Story wäre krass unlogisch geworden.

      Ein gutes Beispiel für Extended Version ist mein allererstes Script. Normale Version 114 Seiten, EV: 137 Seiten. Das sind 23 Seiten Unterschied! Hier habe ich die Charaktere etwas weiter ausgebaut, sie entwickelt, unter anderem auch um die gegebene Situation zu verstärken zugleich zu verdeutlichen, und, um eine Kameraspielerei zu rechtfertigen, genannt Freeze Frames. Definitiv einer meiner Lieblingstricks, neben den sogenannten Verzerrungstrick aka Vertigo-Effekt: Vordergrund ran- Hintergrund -wegzoomen, in einem Bild.

      Es findet, so blöd sich das auch lesen mag, ein ununterbrochenes Update der Story in meinem Oberstübchen statt. Und dann, wie bereits gesagt, wird entschieden was reinkommt, was nicht.

      It is that simple. :rauch: